Du willst deinen Lernenden mehr Verantwortung geben. Doch kaum ist der Auftrag draussen, meldet sich dieser Gedanke: «Was, wenn am Schluss das Resultat nicht stimmt?» Also gehst du auf Nummer sicher, erklärst alles Schritt für Schritt – und rettest notfalls am Ende noch, was zu kippen droht. Das Resultat passt zwar, aber selbstständig gearbeitet haben die Lernenden nicht. Und motiviert waren sie erst recht nicht.
Genau hier hilft das IPERKA-Modell. Es ist ein einfacher, bewährter Rahmen, der Lernende strukturiert durchs Arbeiten führt und dir als Berufsbildner:in Sicherheit gibt, weil du den Prozess begleiten kannst, ohne alles vorgeben zu müssen.
So läuft ein Auftrag mit IPERKA ab:
Informieren:
Der Auftrag wird sauber geklärt – was ist das Ziel, was wird erwartet?
Planen:
Die Lernenden überlegen sich Vorgehen, Arbeitsschritte, Hilfsmittel und Zeit.
Entscheiden:
Der Plan wird kurz abgestimmt – hier passt ein Check-in, bevor es losgeht.
Realisieren:
Die Lernenden setzen um. Du greifst nur an vereinbarten Kontrollpunkten ein.
Kontrollieren:
Sie prüfen selbst, ob alles korrekt und vollständig ist.
Auswerten:
Zum Schluss wird reflektiert: Was ist gut gelungen? Was würde ich das nächste Mal anders machen?
Wichtig:
IPERKA ist kein starres Schema. Manchmal geht ein Schritt schneller, manchmal braucht er etwas mehr Zeit aber die bewusste Struktur macht den Unterschied.

